Donnerstag, 19. Juni 2008

Pause...

So, und jetzt ist hier mal ein paar Wochen Sendepause.

Ich schreibe gerne...aber die hier bislang geführte Auseinandersetzung mit einem Wichtigtuer erscheint mir in dieser Form zur Zeit weitgehend aussichtslos zu sein- jedenfalls solange eine Idiotenwelt einem solchen Kasper dann auch noch Preise hinterherwirft.

Weiterschreiben werde ich sicher, aber wohl in einem anderen Rahmen, mal sehen und überlegen.

Danke an alle die mitgelesen und kommentiert haben, vor allem an Jürgen, researcher und Heribert!

Euer

Admiral Golowko

Preisverleihung...

Der Kooperations-Rat Schweiz Russland hat offenbar dem hier bereits mehrfach erwähntem schweizer Blogger Jxxx Vxxx einen Preis verliehen:

"..Der mit insgesamt US $ 20 000 dotierte Preis wird vom Kooperations-Rat Schweiz Russland für Publikationen sowohl in gedruckter als auch in elektronischen Medien verliehen, die in besonderer Weise der Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gedient haben. Ziel des Preises ist es auch, die Medienberichterstattung in beiden Ländern über das jeweils andere Land zu intensivieren und qualitativ zu verbessern."

http://www.ch-ru.org/projekte/eigene/detail.php?ID=105

"Kruxenstern-Autor Jxxx Vxxxxx erhielt heute in Moskau den Schweizerisch-Russischen Journalistenpreis 2008.... Damit wird erstmals in der Schweiz ein Blogger mit einem Journalistenpreis ausgezeichnet."

Nun ist es prinzipiell zu begrüssen, dass auf diese Art und Weise der Herr Vxxxx endlich mal nach Russland kommt...die Begründung für die Verleihung des Preises ist aber denkbar albern:

"..mit seiner kritischen aber respektvollen Annäherung an Russland, Belarus und die Ukraine höchste Anerkennung verdient"

beziehungsweise:

"Trotzdem, oder gerade deswegen, stellen namhafte Autoren und herausragende Slawisten ihre Beiträge kostenlos zur Publikation zur Verfügung.”
Zudem schöpfe Kruxenstern die Möglichkeiten des Web 2.0 mit all seinen interaktiven und multimedialen Elementen aus: Texte, Fotos, Audiobeiträge und Videos sowie Kommentare der Leser ergänzen sich. “So viel Initiative und Engagement im Dienste eines besseren gegenseitigen Kulturverständnisses ist bewundernswert."

Das ist eigentlich nur ein schlechter Scherz, jeder der das erwähnte Weblog kennt, der weiss das hier ein Kopierer und Abschreiber am Werk ist.
Wichtigtuerei, Eitelkeit und Strebertum, das kann man dem Herrn allerdings bescheinigen-mehr nicht.

Asulf und Corduba...

Asölfchen macht jetzt einen auf Fussballexperten:

"Solch guten Fußball hat man bei den Russen lange nicht gesehen: Schnell, agil, lauffreudig, ballsicher.."

Hast Du, lieber Asolf, denn das UEFA-Cup Halbfinale Zenit vs.Bayern verpasst?

Und weiter,wieder in gewohntem Asolf-Stil:

"Die Zeiten haben sich geändert, - die Hymne blieb"

Nee- die russische Hymne "blieb" eben nicht- sondern kam (mit neuem Text) 2001 wieder.

http://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Nationalhymne

Und dann:

"Wir sollten vielleicht etwas nachsichtiger sein, wenn sich die Österreicher immer wieder gern an Corduba erinnern.
Corduba war erst vor dreißig Jahren"

Mit "Corduba" meint Asolf sehr wahrscheinlich das von den Österreichern als "Wunder von Cordoba" bezeichnete Spiel der 78`er WM, welches die Ösis mit 3:2 gewannen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmach_von_C%C3%B3rdoba

Aber auch wir sollten vielleicht etwas nachsichtiger mit dem guten Asulf sein...

Montag, 16. Juni 2008

Nur ein Kopierer, Teil 2...

Unser Jürggel wärmt mal wieder seinen alten und kalten Kaffee auf...sprich: er verkauft uns seine Sewastopol-Artikel aus dem Jahre 2006 als "Sewastopol-Serie", natürlich fehlt jeder Hinweis darauf, dass diese Beiträge alles andere als neu sind...

Besser werden Blog-Beiträge bei dieser Art von Recycling übrigens nicht, um dies zu verdeutlichen hier mal zwei Zitate aus dem letzten aufgewärmten Artikelchen:

"Den Ehrentitel “Heldenstadt” der (Ex-)Sowjetunion trägt Sewastopol, weil die Hafenstadt zweimal in ihrer Geschichte über Monate belagert und trotz grossem Widerstand dem Erdboden gleich gemacht wurde."

Natürlich trägt Sewastopol den Titel "Heldenstadt" einzig aufgrund der militärischen Ereignisse im zweiten Weltkrieg...

"...Winston Churchill das 90 Kilometer westlich gelegene Sewastopol besichtigte. Er war erschüttert über das Bild der absoluten Zerstörung und sagte zu Stalin, diese Stadt könne in fünfzig Jahren nicht wieder aufgebaut werden...Dieses Bild und das Zitat des britischen Aussenministers

( !? Churchill war britischer Premierminister...)

weckten des Diktators Ehrgeiz, weshalb Stalin das neue Sewastopol in nur fünf Jahren aufbauen liess"

So einfach funktioniert also Geschichte, ist der Ehrgeiz des Diktators erstmal geweckt, schwupps wird die Stadt in fünf Jahren wiederaufgebaut... abgesehen von dem einfältigen Geschichtsverständnis:
Wo ist eigentlich die Quelle für das angebliche Churchill-Zitat??

Aber vergessen wir doch nicht unseren "Potsdamer Patienten", den wackeren Asolf...er vermeldete kürzlich folgendes:

"..Plötzlich wurde angefragt, ob einer der Beiträge Einträge zum Wagner-Artikel andernorts als Kommentar zugefügt werden darf.
Hmmm. Warum soll man solcher Anfrage nicht zustimmen?
Es ist ja ohnehin alles, was im Grenzland steht, für die Öffentlichkeit geschrieben."

Der Anfragende war natürlich niemand anders als Jürggel himself, welcher den Asolfschen Beitrag zum NZZ-Artikel von Richard Wagner also flugs in sein Blog kopierte- und sehr wahrscheinlich auch genauso den Beitrag aus dem "Mein Kiew-Blog" von Podvalov in seinem Blog als "Kommentar" zu seinem Artikel ausgab...ein Artikel übrigens, der ja eine reine Kopie des NZZ-Artikels darstellt.

Zitat Jürggel:

"..weshalb ich mir erlaube, Eure Kommentare jeweils auch mit dem Familiennamen zu kennzeichnen.
Die “Herkunft” des jeweiligen Kommentators lässt sich übrigens durch einen Mausklick auf seinen Namen über dem Kommentar leicht feststellen. Der Leser gelangt dadurch automatisch auf die Website oder den Weblog des Kommentierenden."

Falsch, da diese Beiträge eben keine echten "Kommentare" sind- sondern Beiträge aus anderen Blogs, die Jürggel in sein Blögli kopiert und als "Kommentare" deklariert...dass die betreffenden Blogger (oder die "Kommentierenden" wie Jürggel sie nennt) hierbei offenbar kritiklos mitspielen, steht auf einem anderen Blatt, Etikettenschwindel bleibt es dennoch.

Freitag, 13. Juni 2008

Ehrendoktorwürden...

"Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat am Donnerstag in Kiew die Ehrendoktorwürde erhalten. Er will nun alles dafür tun, damit die Ukraine "in die EU hineinwachsen kann"

www.agrarheute.com/?redid=215736

"Die Nationale Agraruniversität der Ukraine verlieh dem 58-Jährigen die Auszeichnung. "Ich möchte Ihnen sagen, dass dies in meiner gesamten politischen und beruflichen Karriere der mit Abstand bewegendste Moment ist", sagte Seehofer bei seiner Rede in der Universität. Er werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche sagen, dass er mit dem neuen Titel nun ein "unabhängiger Politiker" sei, "weil ich eine Anschlussverwendung nach meiner Kabinettstätigkeit habe".

Die Auszeichnung sei für ihn eine Verpflichtung, alles dafür zu tun, damit die Ukraine "in die EU hineinwachsen kann", sagte Seehofer.
Bisher besteht zwischen der Ukraine und der Europäischen Union (EU) ein Kooperationsabkommen."

So einfach ist das eben- einfach mal eben dem deutschen Minister ein wenig Honig um den Bart schmieren, und ihm dann noch einen Doktorhut auf den Kopf setzen- und schon ist er bereit "alles zu tun damit die Ukraine in die EU hineinwachsen kann!"

Nicht allzuweit von dieser Methode entfernt ist es wohl auch, einen russophoben Witz-Blogger auf die Gästeliste für den jährlichen Empfang der russischen Botschaft zu setzen...jedenfalls betreibt das schweizer Russlandchasperli mittlerweile eifrige Hofberichterstattung, spekuliert über "Seidenkönige" und setzt schöne Bildunterschriften wie diese:

"..Lieutenant colonel Virginia Bischof, Chef Internationale Beziehungen der Schweizer Luftwaffe, im Gespräch mit Botschafter Igor Bratschikow.."

Klasse, aber zur Erinnerung: Es ist noch gar nicht so lange her, da war Mr. Krusenwitz gar nicht gut auf den diplomatischen Dienst der russischen Föderation zu sprechen:

"Der Kreml versteht die Aufgabe der Medien nicht" war sein diesbezüglicher Beitrag überschrieben in dem er mal wieder den Russlanderklärer gab:

" Aber Vxxxxx erstaunt die Reaktion des russischen Botschafters Wladimir Kotenew nicht:
„Es ist seit der Zarenzeit so, dass russische Behörden und Politiker Kritik nicht hören wollen und deshalb auch nicht zu hören bekommen“, erklärt der Journalist."

"..Die deutschsprachigen Medien schreiben nicht über Verstösse gegen die Grundrechte in Russland, weil sie tendenziös sind, sondern weil in Russland dagegen verstossen wird!
...Vxxxx nennt drei konkrete Beispiele: „Die Dedowschtschina verstösst gegen die Menschenwürde und das Recht auf Leben, die Verstaatlichung der Medien verstösst gegen die Medienfreiheit sowie das Demonstrationsverbot für die Opposition gegen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit!"

http://krusenstern.kaywa.ch/p982.html

Bestimmt hat unser aufrechter Journalist auch Botschafter Bratschikow während des Empfangs zum russischen Nationalfeiertag in dieser Hinsicht klar die Leviten gelesen!

Aber das Rezept mit dem Doktorhut ist bekannt, alle Menschen dürsten nach Anerkennung, und kaum gibt man ihnen ein wenig hiervon, werden sie fast alle handzahm und gefügig, dieses Bild spricht da Bände:

http://foto.westfaelische-nachrichten.de/Joschka_Fischer/14/121779/121800.html?em_client=MV

Jetzt müssen wir nur noch jemanden finden, der unserem armen "gestalkten" Potsdamer Gedankenjournalistem einen Doktorhut auf sein frustriertes Blogger-Haupt setzt...wer weiss da einen Rat?!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Anonymität ist garantiert...

Heute hier

www.matthiasdaum.ch/blog/?p=55

gelesen:

"Wie einige von euch bereits wissen, bin ich seit einiger Zeit auf der Suche nach Erfahrungsberichten zum Thema «Cyberbullying», dem Mobbing in der virtuellen Welt.
Falls ihr von Bekannten, Freunden oder Verwandten wisst, welchen derlei Unbill widerfahren ist, wäre ich froh um einen Hinweis. Anonymität ist selbstverständlich garantiert!"

Herr Daum, wir kennen da jemanden, der bestimmt motiviert ist Ihnen seine Erkenntnisse über "Mobbing in der virtuellen Welt" mitzuteilen, zwar ging es Ihnen vor einigen Wochen ja noch explizit um Jugendliche:

www.matthiasdaum.ch/blog/?p=44

"Wo veröffentlicht die Jugend von heute die Nacktbilder des Schulschatzes, wo werden missliebige Mitschüler des Mundgeruchs bezichtigt, wo finden sich die hinterhältigsten Verleumdungen der Klassenkameraden?"

...aber zur Not tut es sicher auch ein frustrierter ostdeutscher Blogger der sich "gestalkt" fühlt, wenn andere es wagen sein Blog nicht nur positiv zu erwähnen.

Ersatzweise gibt es da ja auch noch ihren guten alten Bekannten (Freund? Verwandten?..), den schweizerischen Wichtig-Blogger, sie wissen schon, der mit den regelmässigen Gesprächen beim Botschafter.
Namen werden hier nun aber nicht genannt, sonst fühlen sich die besagten Herren gleich wieder "gestalkt", "gemobbt" oder verleumdet...aber wie wir unseren Kollegen aus Potsdam so kennen, bekommen Sie heute garantiert noch ein mail von ihm!

Ein kreativer Seidenspinner...

Nicht ungekürzt, aber unkommentiert:

"Der Russische Nationalfeiertag wurde in der Botschaft der Russischen Föderation in Bern mit dem Schweizer Seidenkönig gefeiert. Andi Stutz, Gründer von Fabric Frontline, und weitere 400 hochkarätige Gäste trafen sich zum Tag Russlands im Garten der Botschaft. Wir zeigen die schönsten Bilder...

Heute schon, am 11. Juni 2008, feierten 400 geladene Gäste den Russischen Nationalfeiertag * in der Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz. Die Schweiz ist eben eine eigene Zeitzone, scherzten Schweizer Diplomaten. Optisch fielen die Botschafter und Militär-Attachées aus vielen Ländern in ihrem prachtvollem Livrée respektive ordensgeschmückten Uniform am meisten auf. Die Vertreter aus Finanz und Wirtschaft bevorzugten dagegen die “Uniform” von Brioni aus feinster Merinowolle...

Mit edlen Stoffen handelt auch der Schweizer Seidenkönig Andi Stutz. Der Paradiesvogel zieht mit Fabric Frontline seit 1980 Generationen von Managern mit edlen Krawatten gut an und erfüllt die teuren (Seiden-)Träume der Frauen. Seit Jahren ist Stutz auch in Moskau präsent, mittlerweile 59-jährig und mit weisser Haartolle, aber immer noch ein Lausbub – und mit russischer Seele.

www.fabricfrontline.ch/cms/index.php?id=8&L=3

Der Seidenkönig soll nämlich seit einigen Monaten mit einer Russin verheiratet sein. Die Frau, die wir heute an seiner Seite fotografieren konnten, ist es definitiv nicht: Frau Bratschikowa und Igor Bratschikow, Botschafter der Russischen Föderation in der Schweiz, sind aber eng befreundet mit dem kreativen Seidenspinner aus dem Zürcher Einwandererviertel “Kreis 4″. "